Tourerlebnisse:

Die falsche Fährte

Auch wir als Band erleben gewollt oder ungewollt einige Dinge, die wir euch nicht vorenthalten wollen. So ist unseren beiden Navigationsspezialistinnen Maria und Susi auf der Heimfahrt von Hirschberg bei unserem Open Air Auftritt in der Villa Rustica folgendes passiert. Maria schlief und träumte nun ja, von was auch immer plötzlich fing Susi neben ihr an nervös  zu werden: "Maria sag mal,  Maria, wach auf sind wir eigentlich noch richtig?!". Maria schlaftrunken wie sie ist, wer sie kennt weis von was ich spreche, brabbelte vor sich hin, "...Maria da steht ein Schild, es sind noch 20 km bis Straßburg. Scheiße, scheiße, was soll ich denn  jetzt machen !!! Ach sch... wir sind schon seit 1 Stunde in die falsche Richtung gefahren." Also raus aus der Autobahn in die nächste Tanke und mal fragen wo wir sind. Der Stadtplan war zu teuer, deshalb musste der Tankwart herhalten und uns wieder gen´ Süden schicken.  Erschöpft um  4 Uhr erreichten die beiden dann doch heimatlichen Boden. Gerade noch rechzeitig für Susi, die um 5 Uhr ihren Flug in ihren Harterkämpften Urlaub mit Swen Richtung Tunesien antrat. Na ja, so lernt man auch Land, Leute und neue Strassen kennen. Gelle Susi.....

 

Ausgehungert - aber wie

Kennt Ihr die hungrigsten Leute? Wir schon - auf einer Vernissage staunten wir nicht schlecht als das komplette Büffee innerhalb von 10 Minuten geplündert war. Manche Gäste schafften es wirklich und das ist nicht gelogen einen Turm von sechs bis acht Häppchen auf ihrem Teller zu bauen. Dann ging es an die Stehtische und man vertilgte eines nach dem anderen. Ich fragte mich an diesem Abend wirklich, ob diese Menschen wegen den Kunstexponaten gekommen waren, oder ob sie zuhause nichts zu essen haben.

 

Eine verrückte Heimreise

Eine verrückte Heimreise beginnt. Hauptperson Michele mit seinem Auto. Nach getaner Arbeit zwei Konzerte im Fichtelgebirge ging es mal wie soll es anders auch sein Richtung Heimat. Mit  gutem Gefühl und Vorfreude auf unser eigenes warmes molliges Bett dachten wir, wir wären in zweieinhalb Stunden zu Hause. Aber es kam ganz anders....als Michele zu müde war noch weiterzufahren, übernahm Frank das Steuer, bis auf einmal das Auto anfing auf der Autobahn ab und zu zu zuckeln. Frank wurde bald unruhig und versuchte Michele aufzuwecken. "Michele! Michele ist das normal bei deinem Auto. Ich bin auf Vollgas und wir werden immer langsamer". Michele antwortete mit einem müden ist alles in Ordnung und Frank lies sich wieder beruhigen. Auf der B 300 fing das gleiche Spiel wieder an: "Michele, Michele, wach auf, kann das sein, das wir keinen Sprit mehr haben?". Michele antwortete mit einem:  "Ne, ne, das geht schon noch." Bis die Autostottereien so groß waren, Michele hell wach und wie wir feststellten der Autotank fast  leer. Wer die Strecke kennt, weis da es bis Aichach weit und breit keine Tanke mehr gibt, so versuchte es Frank mit Mutmachenden, beschwörenden Worten zu unserem Auto. "Du machst das schon noch, das geht schon noch." Bis wir die Abfahrt Aichach Richtung M1 (man muss wissen, das ist Aichach´s in Diskothek Nr. one !!!) erreichten. Dort rollten wir grade noch den Berg hinab und blieben am Eck stehen. Also was nun. Es ist schon halb zwei, keine Tankstelle weit und breit und unser Tank war wirklich leergeleckt. Endlich kam ein Auto des Weges und ich nichts wie raus um es anzuhalten. Die anderen dachten sich wahrscheinlich, warum raus aus dem kuschelig warmen Auto, wir sind viel zu müde. Das Auto hielt und ich bat den Fahrer mit uns eine Tankstelle in Aichach zu suchen. Maria nahm ich zu meiner Sicherheit mit und ab ging die Fahrt. Nach einigem Suchen hatten wir folgendes Ergebnis: Die eine Tanke war geschlossen, die andere hatte Konkurs gemacht und eine weitere fanden wir nicht. So ließen  wir, Maria und ich, uns  unverrichteter Dinge wieder zu unseren Jungs bringen. Bedankten uns noch höflich und standen wieder an Micheles Auto. Bis ich die Idee hatte, komm wir gehen zur Disko. Dort wird doch einer einen Reservekanister haben. Also los ging es. Da wir keinen Plan hatten wo diese ist gingen wir anstatt rechts abzubiegen links und wir glauben eine Fatmorgana zu sehen. Eine Münztankstelle !!! Vor lauter lachen konnten wir gar nicht´s mehr sagen. Als wir Frank, Basti und Michele dann zuriefen, wir haben eine Tankstelle gefunden, dachten diese wir nehmen sie kräftig auf den Arm. Aber ihre Schritte wurden immer schneller zu uns. Tatsächlich eine Tankstelle. So schoben wir mit vereinten Kräften  Micheles Auto zum Zapfhahn und konnte dann nach unserem eineinhalbstündigen Sonderaufenthalt in  Aichach doch noch unsere Fahrt nach Hause fortsetzen.

 

Der beharrliche kleine freche Junikäfer

Ein Konzertabend ging zu Ende und als Highlight dachten wir uns eine schöne Nummer aus. "Jardin de Roses" mit  Feuerzeugen in der Hand um das Publikum noch mit einer schönen Stimmung zu verabschieden. Also begann ich mein Intro zu spielen und eine Harfe nach der anderen sollte nun einsetzten. Plötzlich brach Gelächter im Publikum aus. Ulli umgarnte ein fetter Junikäfer und sie fuchtelte wild umher, sprang von Ihrer Harfe auf und wusste sich wahrlich nicht mehr zu helfen. Dabei sollte man wissen, das man Ulli mit Spinnen und sonstigem Kleingetier  jagen kann. Ich dachte nur, durchhalten und das Stück zu Ende bringen. Als bald der Käfer die Flucht vor Ulli ergriff, setzte sie sich wieder an ihre Harfe zurück und begann wieder zu frohlocken. Es dauerte wahrlich nicht lange, und dieser kleine freche fette Junikäfer setzte erneut zum Angriff auf Ulli über. Wie wenn er es gewusst hätte, dass er sie am meisten aus der Fassung bringen kann. Die schöne Stimmung war dahin, das Publikum amüsierte sich und wird diese Einlage sicherlich nicht so schnell vergessen.

 

Harfenklänge und Hummersymphonie

Eine Einladung nach St. Moritz in die Schweiz regte uns zu allen Großfantasien der Welt an. Gigantische Betten, Marmorbäder mit goldenen Wasserhähnen, Champagner und Hummer. All das was unsere Herz begehrt. So fuhren wir los in das gelobte St. Moritz in unser Sporthotel. Als wir fast verhungert ankam ging es erst einmal  mit einer Zahnradbahn den Berg nach oben  zum Panoramarestaurant und unserem Sporthotel. Zu Hause löcherten mich die Mädels nach ihren Unterkünften und fragten, was sie alles mitnehmen sollten, Badezeug etc. Ich konnte nur das weitergeben was mir Peter sagte, das ist ein ganz einfaches Sporthotel und mehr war mir auch peinlich und unangenehm nachzufragen. Also dachte ich, so schlecht wird es in St. Moritz nicht sein und lies mich auf eine Überraschung ein. Wir staunten nicht schlecht, als wir unsere Sporthotel sahen. Bei uns in Bayern heißt das Alpenvereinshütte.  Wir hatten Stockbetten und als wir unsere Garderobe abhängen wollten, krachte diese zuerst einmal aus der Verankerung. Susi beschwerte sich, dass ihr Waschbecken einen riiieeesen Sprung hat und fragte nach den Duschen im Zimmer. Die gibt's nicht - Etagenduschen für alle mit kaputten Duschvorhängen - und die Hoffnung auf ein  Schwimmbad war Illusion pur. Wir trösteten und hinweg auf die Vorfreude Hummer genießen zu dürfen. Wir hatten ja das Motto "Harfenklänge und Hummersymphonie" also ab unseren Hunger zu stillen. Wir bauten unsere Harfen auf, stimmten ein, schmissen uns in unsere Abendgarderobe und hatten großen Hunger. Der Hummer stand da, aber wir mussten ja zwischen den Gängen die Harfenklänge servieren. Um uns herum Feinschmecker, die genossen und sich über das hervorragenden Essen unterhielten und uns lief das Wasser im Munde zusammen. Peter, wir haben auch Hunger !!! Endlich erhörte er unser flehen. Wir wurden ins Nebenzimmer gebeten, aber dann folgte wieder die große Ernüchterung. Für uns Musiker gab's: Geschnetzeltes mit Spätzle....wieder einmal eine pleite....Am nächsten Tag ließen wir uns es dafür nicht nehmen einen Schaufensterbummel durch St. Moritz zu unternehmen mit Megapreisen versteht sich und einmal ins Hilton zu schlendern, um dort auch gleich noch die imposante Drehtüre zu demolieren. Das größte Erlebnis unserer Reise und die Entschädigung war die Heimfahrt. Eine gigantische verschneite Winterlandschaft die es wirklich wert war all die Strapazen auf sich genommen zu haben. Trotz allem lies es Basti sich nicht nehmen nach den großen schaukeleien im Auto in diese bezaubernde Landschaft zu kotzen.

 

Eine Reise nach Florenz

Ein Harfenwettbewerb führte uns führ ein paar Tage nach Florenz. Eine einmalige Reise mit schönen Eindrücken und lustigen Erlebnissen. Zuerst einmal alle ab in den Zug. Weil wir ziemlich spät dran waren, sind wir ein paar Wagons früher eingestiegen um durch den Zug zu unserem Abteil zu laufen, was für eine blöde Idee. Genau ein Wagon vor unserem, lagerten ein Haufen betrunkener, grölender, stinkender Feuerwehrmänner. Nach ´ner halben Ewigkeit  ließen sie uns dann doch noch mit unseren Gepäckstücken weiterziehen, da sie eingesehen hatten, dass wir wirklich keine große Lust auf stinkende, alkoholisierte Feuerwehrmänner hatten. Endlich im Abteil angekommen, der Zug vor schon übervoll, hatten diese Männer nichts anderes zu tun als widerliche Partymusik in unerträglicher Lautstärke in sich Reinzuziehen, die man wirklich nur im besoffenen Zustand ertragen kann. Da wir nicht in diesem Zustand waren, hatten wir beschlossen, Maria vorzuschicken. Maria versuchte es auf ihrer charmant Art und weise streckte ihren blonden Lockenkopf aus dem Abteil und sagte mit einer sehr reizenden Stimmen: "Würde es euch etwas ausmachen, wenn ihr die Musik ein bisschen leiser machen würdet?" Natürlich blieb die Musik so laut wie sie war.  Gott sei Dank irgendwo in Österreich verließen uns diese männlichen Exemplare und wir hatten nun unsere wohlverdiente Ruhe. Nach einer endlos scheinenden Zugfahrt kamen wir dann mit Plattgesessenen Hintern erschöpft in Florenz an. Nun raus aus dem Bahnhof und sich orientieren. Erst einmal Geld wechseln oder ein Taxi nehmen oder jemand anderen fragen mit welchem Bus wir zu unserem Kloster in dem wir schlafen fahren. Da wir uns nicht einigen konnten "typisch Frauenhaufen" teilten wir uns auf. Ein paar stellten sich an der Schlange zu Tourist-Information an und Christine und Susi machten sich auf die Suche nach einem Busfahrplan.

Unsere  Adventure-Tour  beginnt:

Also nach endlosem Suchen kamen wir doch noch in unsere gelobte Straßenbahn zu Richtung Quartier. Da alle Hotels schweineteuer  und sonstige Jugendherbergen ausgebucht waren, hatten wir glück, eine Unterkunft im Nonnenkloster für uns gefunden zu haben. So wie es sich gehört. Nun auf zu den Nonnen....in der Straßenbahn, versuchten wir uns durchzufragen, bei welcher Station es günstig wäre auszusteigen und Christine quaselte einen etwas älteren Mann an und versuchte es mit wirrem Englisch und Gebärdesprache selbige Info´s zu bekommen. Alsbald kam sie mit ihm  ins Gespräch, wenn man das so nennen konnte. Und plötzlich fing sie an ihren Koffer zu öffnen, wild in ihrer Unterwäsche zu kramen und hatte dann eine unserer CD´s in der Hand. Wir alle dachten, wir sehen nicht recht, als wir diesen Vorgang sahen. Was macht sie denn jetzt schon wieder? Irgendwie sah der arme Kerl aus, als wäre es ihm Mega peinlich, aber so was bringt Christine noch lange nicht von ihrem vorhaben ab.... später auf der Straße Richtung Entenmarsch zu unseren Nonnen, erzählte sie dann, der Italiener mit dem sie ins Gespräch kam, hätte eine kleine private Radiostation und hätte sich für unserer Musik Interessiert. Er wird uns in der Villa Caruso Bellodguardo besuchen, um noch mehr über uns zu erfahren. Aha, wieder voller Einsatz für age of harp zu Promozwecken, na gut.

Am Kloster angekommen ging es in unsere gebuchten Zimmer, oder soll ich sagen Betten. Wir kamen in einen "Mädchenschlafsaal" mit Gummibetten...was für ein Komfort. Wie üblich wurden zuerst einmal die Betten in beschlag genommen, die Klamotten ausgepackt und sich umgezogen (wir hatten nämlich riiieesen Hunger)  dann  ab wieder Richtung Klosterpforte um einen Schlüssel zu organisieren. Das Kloster schloss seine Pforten um 23 Uhr und um wieder einlaufen zu können, baten wir um einen Schlüssel und gaben unser Ehrenwort leise wieder heimzukehren. Also ab ins Florenzer Nachtleben....

Nach wirrem umherirren, fanden dann wir unser Lokal - "EDI" . Eine Pizzeria am Wegesrand mit Sitzgelegenheit unter freiem Himmel. Als wir die Speisekarte in der Hand hielten, hatte keiner so recht einen Plan, was er denn da so bestellte. Nachdem diese Pizzeria ein "Einheimischentipp" war und die Speisekarte nur auf italienisch, beschlossen wir alle "Surpriseessen" zu bestellen. Zuerst einmal unsere Liras abzählen und dann die Bestellung per Finger, "dass will ich haben "bestellen. Zu aller Belustigung. Selbst der Ober hatte mit uns großen Spaß und brachte danach auf Kosten des Hauses 2 Nachspeisen mit vielen Löffeln oder noch einen Abschlussschnaps für alle ausgehungert Harfenistinnen an. Wir beschlossen einstimmig diese Pizzeria zu unserem Stammlokal auszuerkoren.

Nach einem dieser Essensgelage, irrten wir wieder durch die Strassen um unser Kloster zu finden. Folgefressen und Zufrieden machten wir uns nun auf dem Heimweg. Wir waren nicht sehr weit gekommen, als ein paar junge Italiener auf uns zu kamen und uns fragten  wo wir den herkämen. "Aus Germany" antworteten wir ihnen und dazu ist ihnen nur was Wort Kartoffel eingefallen. Toll, Deutsche Frauen mit Kartoffel zu assoziieren, was für ein ausgesprochen reizendes Kompliment!" Wie auch immer, nach einer heftiger italienischen Diskussion zwischen den beiden, luden sie uns auf ihre Studentenbude ein. Wir, dachten uns dabei nicht viel, und wir waren ja schließlich in der überzahl also nahmen wir die Einladung an. Ein lustiger Abend nahm seinen verlauf. ....ab in die Studenten-WG die ein paar Häuser weiter war zum Willkommens-Grappa für alle und die beiden, ein Medizinstudent und ein Ingenieurstudent, erzählten von sich und schleppten Zeitungsartikel sowie Bilder an. Sie selbst seien Fahnenschwinger und waren des Öfteren schon in Deutschland eingeladen. Nachdem wir lustig in der Küche lärmten ging die Türe auf und ein verschlafener weitere Mitbewohner im Schlafanzug stand vor uns. Etwas peinlich berührt, setzte er sich, dann doch so wie er war, zu uns. Es dauerte nicht lange, Handys klingelten  und weiter junge Italiener fanden sich ein. Bis wir mit ca. 15 Leuten in der kleinen Küche saßen und weitere italienische Spezialitäten aufgetischt bekamen. Rohes porco in Olivenöl (eingelegte Schweinswürstel), die unter uns gesagt, eher widerlich aussahen, als unseren Appetit anregten. Susi meinte: "Das hat genauso geschmeckt wies gestunken hat!" Da wir gut erzogen sind, würgten wir uns ein paar Anstandsbissen herunter. Es war wirklich ein sehr feucht fröhlicher Abend, der mit einem echten italienischen Espresso endete. Etwas angetrunken kehrten wir dann gegen 2 Uhr zurück. Mit der bitte, leise zu sein und Schuhe auszuziehen, standen Susi und Maria schon bereit vor der Klostertür, dachten die beiden. Leider einen Eingang zu früh. Schallendes Gelächter und ein pssst, brachte wieder ruhe in den Haufen. Denn absoluten Knaller brachte dann doch noch Maria, als sie ins Bad ging und dort noch kräftig vor sich hinsang. Als sie wieder zurückkam in unseren Schlafsaal, rügte ich sie. "Sag mal du kannst doch nicht so laut um 2 Uhr vor dich hinsingen." "Echt? hab ich das?" Anscheinend ist ihr der Gesang so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie das wirklich nicht bemerkte.

So, Mädels, heute wollen wir mal Kultur pur erleben. Also eingedeckt mit etwas essbaren ging es Richtung Straßenbahnhaltestelle. "Weis einer von Euch, wo es Tickets zu kaufen gibt?" .... leere Blicke. So beschossen wir kurzerhand ohne einzusteigen. Was für ein fataler Fehler. Es dauerte wirklich nicht lange dann hieß es Ticketkontrolle. Alle aussteigen!  Keiner von uns hatte eines - natürlich woher auch. "So ein Mist !!!" Das große Pech war es auch noch, der Kontrolleur war einige Zeit in Deutschland in München und Sprach perfekt Deutsch. Da er sich in München so wohl fühlte hatte er Mitleid mit uns. Wir stellten uns  beim bezahlen der Strafe natürlich auch sehr  blöd an. (Grins)  "Hast du Geld dabei? Nein ! und du? nur Kleingeld... "Susi hielt eine Handvoll Münzen hin. Ulli und Maria reagierten sofort auf meinem Kein-Geld-Haben-Plan. Nur Vreni und Nici zückten ihre Geldscheine. Nun zahlten wir brav für drei Mädels unsere Strafe und ließen  uns noch erklären, wo es Tickets gab. In jedem Schreib- Tabakladen. Also nix wie rein und die restlichen Tickets gekauft. Gefrustet von dem Vorfall, dachte ich in meinem kleinen Groll, "ach was, abstempeln, das ist eine Quote von 1 zu 99 noch mal erwischt zu werden. Wir stempeln nicht mehr!!!" Susi sagte: "Ich mach da nicht mit! ich zahl nicht noch einmal" Also nahm ich das auf meine Kappe. Wieder rein in die Straßenbahn und ab in die City von Florenz. Es dauerte wahrlich keine fünf Minuten, dann ging der gleiche Terror wieder los. Fahrkartenkontrolle. "Ach sch....!!!" Karten raus und ab zum Stempelautomat. Wir hatten sie ja. Ulli sagte sie stelle sich vor mir hin, dann sieht´s keiner, was für ein oller Plan, das klingeln konnte man wahrlich nicht überhören. Bei jedem neuem Stempler... So machten wir die Kontrolleure wieder auf uns aufmerksam. Sie versuchten mir auf italienisch zu erklären, das ich gleich beim einsteigen der Straßenbahn stempeln muss. Natürlich verstand ich, aber ich stellte mich einfach zu doof: "Ulli, verstehst du was er sagen will? ich versteh kein Wort". Als dann die anderen drei Tickets noch verlangt wurden, musste ich unsere Strafticket vorzeigen die ja für den ganzen Tag gelten. Kacke, so was blödes. Gott sei dank hielt die Straßenbahn wir versuchten die Flucht zu ergreifen. "Los ! beeilt euch! Alle raus !" Einer der Kontrolleure wollte noch einmal unsere Strafticket sehen, dies kam ihm auch komisch vor sechs Mädels und drei Straftickets. Er drohte uns sogar die Policia auf den Hals, aber wir waren schneller. Strafe hatten wir ja schon genügend bezahlt.....

Am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg zu unserem Harfencompetition zur Villa Caruso Bellosguardo. Also ab zum Bahnhof und dann nach Bellosguardo. Dort standen wir dann auf einem verwaisten Bahnhof und keiner einen Plan was nun. Endlich ein Taxifahrer! Gott sein Dank. Wir fragten ihm nach dem Weg und wollten diese auf Englisch tun, leider konnte er nur ein wenig Französisch. Also musste Maria herhalten um uns ein paar Info´s zu verschaffen. So marschierten wir in einer Riesen Prügelhitze einen Berg hinauf mit der Hoffnung auf dem Richtigen Weg zu sein. Irgendwann hatte ich echt Zweifel, wir liefen und liefen und der Weg wollte nicht enden. Endlich die Erlösung. Ein Fiat Punto kam den Weges. Ich wild gestikulierend hielt den Fahrer an und versuchte ihn zu fragen ob dies den die richtige Richtung sein. Spontan, wie ich nun mal bin, fragte ich ob er denn auch zur Villa Caruso Bellosquardo fahre? "Si" sagte er und mit meiner weiteren Spontaneität lud ich uns alle ins Auto ein. Er fragte noch "alle?" und ich Antwortete mit Selbstverständlich "alle !". Also ab ins Auto: Ulli, Susi, Vreni, Nici hinten und ich auf dem Beifahrer. So nur für Maria gab keinen Platz mehr. Also ab auf meinem Schoß und los ging die Autofahrt zur Villa  Caruso. Das Auto schnaufte nicht schlecht... aber wir hatten es geschafft, wir standen am Ziel unserer reise.

Tja, man sollte sich nicht bevor man Wegfährt neue Schuhe kaufen und diese bedingt  lange anzieht und dann vor lauter blasen nur noch durch Florenz humpeln kann. Aber wer schön sein will muss eben leiden. Gelle Susi! Da unsere Straßenbahnendstation der Hauptbahnhof von Florenz war und dort ein gemütlicher Rasen zum relaxen einlädt, genossen wir öfters auf diesem Rasen die Mittagssonne. Aber nicht nur wir taten dies sondern einige Penner ebenso. Solch aufdringliche Kerle !!! An einem dieser Raste ging uns wirklich einer voll auf den Senkel. Er hatte es auf Susi abgesehen die  sich mit einem Megadekoltee´ in der Sonne aalte. Gewarnt hatte ich sie ja, aber sie wollte nicht auf mich hören. Also blieb mir nicht anderes über, als meinen Marco Polo Reiseführer zu zücken und nach passenden italienischen Wörtern zu suchen....unter der Rubrik "Warnung" Diese Ausdrücke sollten sie kennen, damit sie wissen wie ihr Gesprächspartner sie eventuell betitelt. Vorsicht: für die Folgen kann der Verlag nicht haftbar gemacht werden! wurde ich fündig. Mit dem Ausdruck "Vaffanculo che Cogione!!!" wurden wir oder besser gesagt Susi ihn dann dank "Italienisch Sprachführer mit Insider Tipps" doch noch los.

Unser Absolutes Highlight setzen wir in Florenz bei einem Discobesuch. Wie es sich für einen Florenzbesuch gehört gingen wir in die "Galeria degli Uffizi" Beim ewig warten in der Menschenschlange mussten mal wieder zwei aufs Klo. Also Marschierten Maria und Susi los. Zurück erzählten sie, dass sie soeben einen  Barkeeper und einen Operntenor Namens "Leonardo" kennen gelernt haben, und die beiden sie heute Abend, das war ja unser letzter in Florenz, in eine In-Diso eingeladen hätten. Der Barkeeper lässt sie auf die Gästeliste schreiben und wir hätten dann freien Eintritt. Also beschlossen wir uns, am Abend aufzubrezeln, und uns  ins Florenzer Nachtleben zu stürzen. Vreni und Nici, hatten nicht so große Lust darauf. Na gut, dann machten wir uns halt zu viert auf den Weg. Nach endlosem Laufen und suchen entdeckten wir die gelobte Disco. Nach kurzem verhandeln am Eingang und ging es dann zuerstmal an die Bar. Da gab es schon die ersten Freidrinks für uns Mädels. Maria hatte alle Hände voll zu tun um ihren Tenor auf Distanz zu halten und Susi sorgte mit ihrem Barkeeper immer genial für Nachschub. Da erblickte unser Auge ein Sensationelles Licht und eine Menschenmenge. "Da ist noch ein Megaevent - nicht´s wie hin. Wo so viele Mensche herausströmen, wie wir dachten, da muss noch ne tollere Party sein!" Gott sei dank konnte ich die Mädels gerade noch bremsen.  Die Diso hatte nämlich zwei Eingänge. Und nachdem wir uns vorne freien Eintritt erkämpft hatten, wären wir gleich wieder hinten auf der Straße gestanden. Also ab, wieder an die Bar um unseren Durst zu löschen. Susi´s Barkeeeper wusste wahrlich was er tat um uns alle besoffen zu machen. Bacardi und Gin in einer Mischung eins zu eins on the rocks und Ich glaub der letzte Gintonic von Susi und Ulli war wohl schlecht. Erschöpf vom feiern und tanzen hingen wir gegen halb fünf Uhr in den Stühlen und wollten heim zu unserer Unterkunt "Casa per Ferie - Madonna del Rosario" was für ein Name. Die Jungs wollten uns unbedingt noch begleiten, und Susi´s Barkeeper sie unbedingt mit seinem Roller nach hause bringen. Da er auch schon angetrunken war wurde da nix draus, und wir kamen wohlbehalten, die Jungs fuhren uns mit dem Auto, im Kloster an. Noch ein Abschiedsgeknutsche und dann ab mit allen in die Feder. Dementsprechend müde sahen wir dam auch am nächsten Morgen aus, als wir unsere Koffer packten....was für eine Nacht....

 

Auftrittssonderapplaus für age of harp

Patriziaordensverleihung, was für ein Event für alle geladenen Gäste. Der Saal füllt sich, die Harfen standen stolz bereit und warten auf Ihren Einsatz. Als der Veranstalter auf mich zu kam und sagte, wir können jetzt gleich beginnen, fing ich an ein wenig nervös zu werden. Keiner von den damals jungen "Harfenmädels" war mehr da. Ich dachte mich tritt ein Pferd soeben waren sie doch noch alle hinter der Bühne und jetzt? Tausend Gedanken blitzten durch meinen Kopf...wo können die denn nur alle hin sein? In der Garderobe ist niemand, auf dem Gang steht keiner, in der Umkleide - alles wie ausgestorben. Plötzlich kam mir die erlösende Idee, wo können eine Horde junger Mädels denn sein: Klar auf der Toilette. Dort standen sie dann alle vereint um den Spiegel um sich noch zurecht zu machen. Als wir dann im Entenmarsch einmarschierten gab's einen "Auftrittssonderapplaus".

 

Einmal Hamburg und zurück

Wenn ihr wirklich mal was erleben wollt, so macht eine Zugreise nach Hamburg mit zwei Harfen, zwei Stühlen, zwei Koffern und kleinem Handgepäck. Wir folgten dem Ruf der Ärzte zur MTV-Unplugged Produktion der Ärzte "Rock´n Roll Realschule" als Gastmusikerinnen dabei sein zu dürfen. Also pachte Maria und ich die Koffer und alles was noch dazugehörte. Voll bepackt kamen wir am Augsburger Bahnhof an. es ging wirklich nichts mehr ins Auto und luden unseren "Berg" aus. Gott sei Dank haben wir einen Zug der uns direkt nach Hamburg bringt, umsteigen wollte ich wahrlich nicht. In Hamburg angekommen mussten wir nun unseren Krempel zuerst einmal aus dem Zug bekommen. Das war wie sich im Nachhinein herausstellte die leichteste Aufgabe. Ein Herr, wollte uns unbedingt behilflich sein. Mit aller Gewalt wollte er die Harfen in den Aufzug stampfen. Da die meisten aber sehr ungelenk sind mit diesen großen Dingern zu hantierten, gibt es mehr Blessuren an den Instrumenten als es notwendig ist. Deshalb ist es uns lieber wir verladen unsere Instrumente stets selbst. Er aber wollte das auf keinen Fall, also kämpfte ich wie eine Löwin, dass er meine Harfe endlich abstellen sollte. Später sagte er dann er verdiene sich gern ein paar Euro dazu. Also ein Hamburger Zivil Kofferträger sozusagen....nachdem er nicht zum zuge kam, beschimpfte er uns und verfolgte uns mit großen Abstand Richtung Taxi. Am Taxistand angekommen wollten wir uns ein Taxi zum Hotel nehmen. Aber keiner wollte uns: das wollt ihr alles einladen? das geht nicht! Bis sich endlich ein Jamaikanischer Taxifahrer schwarz wie die Nacht uns beiden erbarmte. Wir beschlossen, unsere ganzen Hamburger Taxifahrten mit ihm zu unternehmen und unsere Heimfahrt wurde ein ebenso grandios lustiges Erlebnis. ..Fortsetzung folgt....

 

Das besondere Bühnenoutfit

Ein Galaabend für Bankdirektoren war gebucht und wir, typisch Frau, diskutierten eifrig unser Bühnenoutfit. Bis wir auf die Idee kamen: "Lasst uns doch mit Hosenanzügen oder auch schwarzen Hose, weisem Hemd und Krawatte, vielleicht auch mit Rock und Stiefeln "a la Marlene Dietrich" auftreten." Wir schwelgten in unserer Phantasie wie toll das sicherlich aussieht und dann ging´s ab zum Klamotteneinkauf. Allerdings bedachten wir eines nicht: Nach unserem Bühnenaufbau und der Tonprobe ging es Richtung Garderobe zum aufbrezeln für den Abend. Wir - ab in unser schmuckes Bühnenoutfit und plötzlich standen weitere zwanzig Leute um uns mit schwarzen Hosen, Röcken, weißen Blusen, Hemden und Krawatte. Ach sch... wir hatten uns das gleiche Outfit angezogen wie das Bedienungspersonal. Da blieb uns nichts anderes über, als Augen zu und durch. Am Abend stand ich noch bei einigen geladenen Gästen. Einer der Herren, konnte nicht genug von dem guten Rotwein des Abend bekommen und sprach mich etwas angeheitert an, ob er noch einen Rotwein bekäme. Ich konterte mit einem gerne, aber ich war die Harfenistin auf der Bühne, er müsse sich schon an das Bedienungspersonal wenden.

 

The twelve day´s  of christmas oder die Endlosschleife

Old English Christmassongs haben´s wirklich in sich. So auch unsere Version von diesem Weihnachtslied. Man muss wissen, diese Lied ist ein Endlosschleife von Aufzählungen : "two turtle doves, three french hens, four calling birds,  five gold rings, six geese a-laying, seventy swans a-swinning.......twelve drummers drumming" Und immer geht das Lied von vorne los bis zu einem Break, aber wenn man diesen verplant, ....Wir bei unserem wirklich ersten großen Weihnachtskonzert, hatten unser Schlagzeuger die Instruktion gegeben, jeder dieser Tage noch musikalisch zu untermalen, so schleppten wir Glockenspiel und Vögelpfeiffchen an. Leider kamen unsere zwölf Tage so durcheinander, dass wirklich keiner mehr einen Plan  hatte, an welchem Tag des Weihnachtfestes wir waren. Nach endlosem rudern fanden wir Harfen wieder zusammen, nur unser Schlagzeuger hatten keine Ahnung mehr wo wir waren. Als unser Konzert zu ende war, entschuldigte er sich vielmals und es war im ersichtlich peinlich seinen Einsatz nicht gefunden zu haben. Wir grinsten, "du konntest ihn gar nicht mehr finden, wir selbst hatten keine Ahnung mehr ..." Ich glaub ein wenig erleichtert war er schon, aber ganz wohl fühlte er sich trotzdem nicht.

 

Sternstunden

Ein Etappen Ziel mehr erreicht. Age of harp im Fernsehen. Nach endlos Telefonaten und Bewerbungen durfte wir dabei sein. Wir, age of harp, hatten es geschafft, einen Fernsehauftritt bei den Sternstunden. Der Termin kam näher und wir fieberten diesem Großereignis zu. Am Anfang ganz naiv, erklärten wir uns einverstanden selbstverständlich wie auch alle anderen professionellen Künstler wie Stefan Mros, Stefanie Hertel, Milva, Roger Withaker und Peter Kraus live unsere Darbietung zu bringen. Als sich dann bei einem Telefonat herausstellte, wir wären die einzige die LIVE wären, ging ich dann doch auf die Sichere Seite über. Was für eine Augenwischerei. Also, ab zu Harry "Whopee Records" in Horgau  um unsere Titel einzuspielen. Es war gewünscht "Jingle Bell Rock" mit Einblendung eines tanzenden Weihnachtsmannes. Was für eine tolle Idee - Gott sei Dank nicht von mir. Bernhard als Vollblutmusiker konnte nicht  ganz über seinen "Playback-Schatten" springen und fertigte sich noch ein kleines Kabel an, dass es so aussieht wie doch noch echt gespielt....grins....na ja, ich glaub dem Zuschauer ist das ziemlich egal. Als wir uns freuten eine Legende wie Roger Withaker zu sehen, wurde uns gesagt, dieser wurde Vorproduziert ist gar nicht da und wird nur reingeschnitten....was für eine Enttäuschung....mit Milva und Peter Kraus konnten wir dann doch noch ein Foto erhaschen. Milva eine echte Diva, jeder zitterte vor ihr, machte mit uns ein Foto, trotz aller Warnungen die um uns herum, an uns angetragen wurden. Um uns an Peter Kraus vorzutasten, dachten wir, es wäre geschickt,  mit seinem Gitarristen der um uns herum prahlte, "er sei der Gitarrist von Peter Kraus" kurzzuschließen. Bis wir herausbekamen, er zitterte genauso vor ihm, da er nur für diesen einen kurzen Gig von einer Künstleragentur bestellt wurde. Also nahmen wir es einmal wieder selbst in die Hand. Die Versprochene Künstlergarderobe war das Bügelzimmer und wir hatten wirklich keine Ruhe uns umzuziehen, da jede Minute einer rein oder raus musste. Umsomehr freuten wir uns nach unserem Auftritt auf einen Imbiss. Als wir im Foyer  auf unseren Auftritt warteten sahen wir belegte Platten vom Feinsten....aber alles kam anders. Wir wurden in´s nächste Haus geschickt dort gab es essen. Würstel mit Kartoffelsalat, wobei die Würstel schon alle waren. Die Partyplatten von Feinkost  Käfer waren leider nicht für uns "Normalkünstler" bestimmt sondern für ....na, ja für wenn auch immer. So schlungen wir den Restkartoffelsalat noch rein und beschlossen noch beim Italiener abzufeiern.

Eine kleine Stilblüte zuletzt noch: Nachdem wir Studiopublikum mitbringen durften, gab es eine kleine Auseinandersetzung im Hause Neher. Maria und Erwin, Susi´s stolze Eltern, ließen es sich nicht nehmen mit dabei zu sein. Also  platzierten sie sich an die Tische für das Studiopublikum und die Dinge nahmen seinen lauf. Gläser wurden serviert und köstlicher Wein wurde aufgetragen. Erwin trank einen Schluck und dachte ein Glas Wein ist nicht viel. Bis er sich umkuckte war das Glas Wein wieder voll. Maria scholt ihn "Trink doch nicht so viel!" Aber er sagte: "Ich kann machen was ich will, ich krieg das Glas nicht leer." Immer als die Kamera abschwengte wurden die Gläser wieder nachgegossen. Leere Gläser machen sich halt nicht gut im Fernsehen....wenn das so wäre bei mir zu Hause, das wäre ne tolle Sache.

 

Ärzte unter sich

Eine Ärzteweihnachtfeier war gebucht. Also wir, wie ausgemacht pünktlich, gestylt, mit gestimmten Harfen Einsatzbereit. Das große warten Begann. Der Vorsitzende Arzt war nicht anzutreffen, mit einer Verspätung von einer Stunde, ging es dann endlich los. (Kennen wir das nicht alle vom Arztbesuch?) Begrüßungen jedes einzelnen Kollegen mit persönlicher Vorstellung bis die runde an unseren Tisch kam. "Werter Herr Kollege, wie darf ich sie Vorstellen?" Verdattert sah unser Bassist Bernhard in an. "Ich bin, der Bassist der Bernhard!" Ach so, peinliches Schweigen im Saal und weiter ging's zum nächsten Tagesordnungspunkt - die eigentliche Weihnachtsfeier. Ein Kollege las aus einem Buch Ärztegeschichten und wir machten unsere Zwischenmusiken dazu. Endlich das Langersehnte Essen. Aufgetischt wurde nicht schlecht und wir stillten unseren Hunger mit all den Köstlichkeiten. Bis zu dem Moment, als sich zwei Arztkollegen am Tisch sich selbst Diagnostizierten. Markus und Bernhard blieb wahrlich der Bissen im Hals stecken und Vreni und Nici staunten nicht schlecht, als einer der Herren seine Hose aufknöpfte,  herunterließ und der anderen an ihm herumdrückte. Wahrlich Ärzte unter sich....

 

Die Ballerina Einlage oder Solo für Vreni

Geburtstagsfeier - ein Konzert für das Geburtstagskind. Wir im vollen Harfeneinsatz. Wie besprochen wollten wir bei "Rio de Janeiro" Ullis Idee umsetzten. Nach einem großen gigantischen Harfen-Glissando im stehen eine galante Ballerina Armbewegung. Nachdem in der Gruppe mental nicht die Stimmung für die Einlage aufkam, hatten wir alle das gleiche Gefühl. Jeder zögerte, sah den anderen an und ohne Worte beschlossen wir, heute unsere "Ballerina-Einlage" wegzulassen. Außer bei Vreni kam dies nicht an. Sie stand da mit großer Armbewegung, hochrotem Kopf und Sonderapplaus des Publikums....ich glaub, das verzieh sie uns noch lange nicht.

 

ausgehungerte Musiker

Wie abgesprochen mit dem Veranstalter, hatten wir genau 10 Minuten Umbauphase um die Harfen zu positionieren und dann für einen Gala-Essen für die musikalische Umrahmung zu sorgen. Meine längsten 10 Minuten der Welt begannen. Zuerst einmal hatte das  Schicksal es so vorgesehen, dass ich alleine den Aufbau machte. Ich schleppte also sechs Harfen an und bekundete den Raum. Was für eine Plagerei. Dann kam noch das Schlagzeug. Also für den Abend stand alles schon Paletti auf der Bühne. Jetzt konnte doch nichts mehr schief gehen, so dachte ich mir, aber es kam ganz anders....Ulli, wusste ich, wird knapp kommen und sich von der Arbeit freischaufeln. Susi, Maria, Vreni und Nici ließen sich herbringen, da sie länger Schule hatten und die beiden Jungs wussten ja, wenn sie gebraucht werden. Leider war der Saal hermetisch abgeriegelt. Keiner konnte raus oder rein. Nur Alex stand mir hinter der Bühne zur Seite. Als die restlichen vier Mädels keine Chance hatten in den Saal geschweige denn auf die Bühne zu gelangen, beschlossen sie sich auf der Toilette zurecht zu stylen. Das hatten wir doch schon einmal?! Die beiden Jungs plagte der Hunger so sehr, dass sie das Lokal im Keller aufsuchten um sich eine Portion Jägerschnitzel mit Pommes  zwischen die Kiemen zu drücken. Für Alex und mich begann das große warten unwissentlich von den Ereignissen. Wo bleiben die den alle. In zehn Minuten müssen wir spielbereit sein. Das kann doch nicht sein! Die sind alle längst überfällig. Endlich der erlösende Schlussapplaus und das große Suchen beginnt. Einer blieb auf der Bühne, zerrte die Harfen und das Schlagzeug hervor, der andere, das war ich, begann ein Wettrennen mit der Zeit. Gott sei Dank - endlich die Mädels eingefangen und sie sofort auf die Bühne geschickt. Nun dachte ich Fieberhaft nach, wo denn nur die Jungs stecken könnten. Ab zum Restaurant, mein letzter Rettungsanker, dort saßen die beiden dann gemütlich vor ihrem Schnitzel und sagten ganz cool und locker, das schaffen wir schon. Und wir haben es geschafft !!! und unser Publikum war begeistert  - aber auf diese zehn Minuten hätte locker verzichten können.

 

zwei Gigs - und ein nicht ankommen wollen

Open-Air in Augsburg. Brunnenfest war mal wieder angesagt und wir Mittendrin. Also Ton-check-up, Mikro Probe und los könnte es gehen, wenn unser Schlagzeuger da wäre. Dieser hockt fest, bei einem anderen Brunnen mit zeitlicher Verspätung, eingeparkt und mit allen Schimpfwörtern der Welt auf den Lippen. Ich versuchte Zeit zu schinden, zu telefonieren und mich schlau zu machen, wo er denn stecken geblieben ist. Also blieb uns nicht anderes übrig mal ohne Schlagzeuger loszulegen. Was für ein erbärmlicher Sound - irgendwie fehlte was...Endlich nach 15 Minuten Spielzeit kam unsere Erlösung. Markus baute in Windeseile auf und fing an los zu "Hämmern". Alle waren sichtlich erleichtert. Hurra geschafft ! Wir sind komplett! Eine lehre für unseren Schlagzeuger zwei Gigs besser zu Planen um nicht wieder in ein solches Desaster zu kommen....na "Kroni"....grins

 

 

 

 

 

 

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